Soforthilfe bei Panikattacken: Atem, Grounding, Therapie
Fühlst du dich oft von plötzlichen, überwältigenden Angstwellen oder Panikattacken kontrolliert? Das ist erschöpfend, lässt dich Situationen meiden und kann das tägliche Leben stark einschränken. Eine Panikattacke ist eine intensive, kurze Episode großer Angst mit heftigen körperlichen Symptomen (Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Gefühl, die Kontrolle zu verlieren), die meist innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Wichtig zu wissen: Panikattacken sind zwar extrem beängstigend, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich — trotzdem lohnt sich eine Abklärung durch eine Hausärztin oder einen Hausarzt, weil ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben können. (mayoclinic.org)

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Was du in einer akuten Panikattacke tun kannst: konzentriere dich auf den Atem (langsam, tiefer Ein- und längeres Ausatmen; zum Beispiel 4–4 oder 4–7–8-Atmung) und versuche, dich mit Sinnesreizen zurück in die Gegenwart zu holen (5 Dinge, die du siehst; 4 Dinge, die du berührst; 3 Dinge, die du hörst usw.). Progressive Muskelentspannung, eine kalte Kompresse ins Gesicht oder das Trinken von kaltem Wasser kann ebenfalls beruhigend wirken. Wenn du die Möglichkeit hast, bitte eine vertraute Person ruhig bei dir zu bleiben. Diese Sofortmaßnahmen können die Symptome dämpfen und dir helfen, bis die Attacke vorübergeht. (kentcht.nhs.uk)
Nach einer Attacke ist Selbstfürsorge wichtig: ruhige Pausen, ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und das Reduzieren von Koffein, Nikotin oder Alkohol unterstützen die Stabilität. Notiere, was kurz vor der Attacke passiert ist (Gedanken, Körperempfindungen, Situationen) — das kann Hinweise auf Auslöser geben und ist nützlich für Gespräche mit Fachpersonen. Langfristig hilft es nicht, Attacken durch Vermeidung zu „bestrafen“; das verstärkt oft die Angst. (mayoclinic.org)
Wenn Panikattacken wiederkehrend werden oder du fängst an, Orte zu meiden, aus Furcht vor neuen Attacken, sind Behandlungsmöglichkeiten sehr wirkungsvoll. Psychotherapie, besonders kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition (inkl. interozeptiver/exposure-Übungen), gilt als erste Wahl und zeigt bei vielen Menschen deutliche Verbesserungen. Ergänzend können Medikamente (vor allem SSRIs oder SNRIs) helfen; Beruhigende Benzodiazepine können kurzfristig Linderung bringen, bergen aber Abhängigkeitsrisiken und werden deshalb meist nur zeitlich begrenzt eingesetzt. Auch andere Therapieformen wie ACT oder Gruppentherapien können unterstützen — bespreche Optionen mit einer Fachperson, um das für dich passende Vorgehen zu finden. (mayoclinic.org)
Soforthilfe bei Panikattacken: Atem, Grounding, Therapie
Wenn du akut medizinische Beschwerden hast (starke Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstseinsstörung) rufe sofort den Notruf 144 an. Bei extremen seelischen Krisen oder Suizidgedanken kannst du in der Schweiz rund um die Uhr die Dargebotene Hand (Tel. 143) kontaktieren; es gibt auch spezialisierte Angebote wie die Angst- und Panikhilfe Schweiz (0848 801 109) oder die telefonische Beratung von Pro Mente Sana (0848 800 858). Diese Angebote sind anonym und können erste Unterstützung und konkrete Schritte vermitteln. (sgad.ch)
Praktische Schritte, die du heute tun kannst: sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt über die Symptome, probiere die Atem- und Grounding-Tools mehrmals pro Woche (so gewinnst du Sicherheit, wenn eine Attacke kommt), und erkundige dich nach einer Vorstellung bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten mit KVT-Erfahrung. Wenn du unsicher bist, wo du anfangen sollst, rufe eine der oben genannten Hotlines an oder nutze das Beratungsangebot von Pro Mente Sana — Hilfe zu finden ist ein mutiger und sinnvoller erster Schritt. (mayoclinic.org)
Soforthilfe bei Panikattacken: Atem, Grounding, Therapie
Du bist nicht allein mit dem, was du erlebst. Kleine Schritte, klare Sofortstrategien und professionelle Unterstützung können die Kontrolle über dein Leben zurückbringen. Wenn du möchtest, kann ich dir einen konkreten Erste-Hilfe-Plan für die nächste Panikattacke zusammenstellen oder Hinweise geben, wie du ein Erstgespräch beim Hausarzt vorbereitest.
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